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›Oshiro‹ Karate - Dojo Hamburg

Mai 2, 2011

Unsere Lehrer


Shihan Toshihiro Oshiro und Sensei Roberto Romero

Shihan Toshihiro Oshiro und Sensei Roberto Romero (4. Dan Shima-Ha Shorin-Ryu-Karate, 2. Dan Yamanni-Ryu).

Interview 1 mit T. Oshiro  »Der Weg des Yamanni-Ryu«
Interview 2 mit T. Oshiro   »Yamanni-Ryu«
Interview 3 mit T. Oshiro  »Über die Lehre des Karate«

Kategorie: General
Erstellt von: Olli Ho



In Deutschland gibt es bereits viele Dojos (Definition), die sich dem Karate und Kobudo nach Shihan Oshiro verschrieben haben. In der Regel waren die Lehrer der heutigen Oshiro-Dojos zuvorSensei Roberto Romero - Oshiro Karate Europa modernen Karatestilrichtungen, idR. dem Shotokan-Karate angeschlossen. Sie wurden aufgrund von Besuchen entsprechender Lehrgänge mit Sensei Roberto Romero oder Shihan Toshihiro Oshiro überzeugt und motiviert, sich umzuorientieren. Ein bisher unbekanntes Potential des Karate wurde erkennbar und mit der Zeit auch persönlich fühlbar. Dieses sich durch das kontinuierliche Training entwickelnde, neue Körpergefühl, ist ein beeindruckendes Erlebnis.

Schirmherr des Shima-Ha Karate und Yamanni-Ryu in Deutschland ist Sensei Roberto Romero. Er betreibt sein eigenes Oshiro-Dojo in Dresden. Sensei Roberto Romero begann vor vielen Jahren den Kontakt zu Shihan Toshihiro Oshiro aufzubauen und beständig zu erweitern und wurde dessen Schüler. Damals zunächst noch intensiv im Shotokan Karate eines bekannten JKA-Lehrers engagiert, beeindruckte ihn die Tiefe der Lehre des Shima-Ha Karate in Verbindung mit dem Yamanni-Ryu so sehr, dass er beschloss, sich nur noch dem Studieren und Verbreiten dieser Stile zu widmen.


Hier klicken für Lehrgangsbilder mit Shihan Oshiro...

Die Oshiro-Dojos sind Mitglied im Ryukyu Bujutsu Kenkyu Doyukai (RBKD). Dieser Verband widmet sich der Erforschung und Verbreitung des okinawischen Karate der Shorin-Ryu Linie und dem Kobudo. 1985 wurde der RBKD von Chogi Kishaba in Okinawa und von Toshihiro Oshiro in den USA gegründet. Offen ist der RBKD für alle Karateka und Dojos, die entsprechendes Interesse an den traditionellen Kampfkünsten Okinawas haben und entsprechende Zeit in das Training investieren können. Neue Gruppen oder Dojos werden bei der Umstellung tatkräftig unterstützt.

Shihan Toshihiro Oshiro, geboren 1949 in Haneji (Okinawa), begann im Alter von 6 Jahren mit dem Studium des Karate und Kobudo. Er praktizierte auch Judo und Kendo. Im Shima-Ha Karate trägt er den 9. Dan und im Yamanni-Ryu Kobudo den 8.Dan. 1979 legte er seinen Posten als Detective im Okinawa Police Department nieder und wanderte in die USA aus. Bereits 1981 begann er sich ganz dem Unterricht und der Verbreitung des Karate und Kobudo zu widmen. Sein Dojo eröffnete er in San Mateo, Kalifornien. Shihan Oshiro ist Cheftrainer des RBKD in den USA und ist als einer der führenden Experten für Waffenkampfkünste bekannt. Selbst Karategrößen wie Hirokazu Kanazawa (Shotokan, 10. Dan) besuchen ihn um neue Einblicke zu erhalten.


Karate und Kobudo im »Oshiro Dojo Hamburg«

Hamburgs Dojoleiter Oliver Hofmann (rechts im Bild, 1. Dan Shima Ha Shorin Ryu) war bis zu seiner Umorientierung etwa 20 Jahre im Shotokan-Karate aktiv (zuletzt 2. Dan Shotokan). Während seiner Nachforschungen zu den Wurzeln und Hintergründen des Karate, unternahm er eine Zeit lang Abstecher in andere Karatestile, bis er schliesslich auf Roberto Romero und Shihan Oshiro gestossen ist. Fasziniert von genau diesen sich in einzigartiger Art und Weise gegenseitig ergänzenden Kampfkünsten und der Tiefe des vermittelten Wissens durch Sensei Roberto Romero und Shihan Toshihiro Oshiro, trainiert er diese Stile nun bereits seit einigen Jahren intensiv und gibt seinen Kenntnisstand in Hamburg weiter. Zudem übt er sich im Umgang mit dem japanischen Samuraischwert »Iaido« bei Sensei Cornelius Lockau. Man spricht speziell den Karatestilen der Shorin-Ryu-Linie einen besonderen Bezug zum japanischen Schwertkampf zu.

Die Texte auf diesen Seiten basieren auf gründlichen Recherchen, dennoch gibt es relativ wenige schriftliche Aufzeichnungen aus der Zeit, in der sich das Karate entwickelt hat. So widerspricht sich die heute verfügbare Fachliteratur an vielen Stellen gegenseitig während an anderer Stelle Autoren viele »Fakten« ohne weitere Prüfung von bereits bestehender Literatur übernommen haben. Letztlich sich so jeder seine eigene Meinung zum Karate bilden und sollte andere Meinungen akzeptieren, da kaum etwas wirklich bewiesen werden kann. Will man mehr von der Magie des okinawischen Karate spüren, die dem modernen Karate immer noch unterschwellig anhaftet, ist man angehalten, sich auf den Weg zu machen zu entsprechenden noch lebenden Meistern des »alten« Karate. Die Texte auf dieser Webseite beschäftigen sich mit den Veränderungen, die im Laufe der Zeit im Karate stattgefunden haben. Es werden Antworten auf viele Fragen gesucht, die sich in den Jahrzehnten der Praxis im modernen Karate aufgetan haben. Vielleicht finden auch andere wieder zu dem »alten« Karate zurück.
Die hamburger Oshiro-Dojo Karategruppe freut sich auf Neugierige anderer Stilrichtungen und natürlich auch auf Anfänger.

Hamburger Karategruppe mit Sensei Roberto Romero zu Besuch

Oliver und Roberto




Shihan Toshihiro Oshiro über die Essenz des okinawischen Karate


"Das Karate von heute ist auf Gruppentraining ausgerichtet, ähnlich wie es auch im Sportunterricht zu finden ist. Deshalb war es leicht, Karate überall auf der Welt zu verbreiten. Mit der Verbreitung des Karates über den gesamten Globus begannen Leute, die auf diese Kunst stiessen, die Wirksamkeit der Katas anzuzweifeln. Funktioniert es wirklich? Wozu dienen diese Bewegungen? Was für Anwendungen gibt es? Um die Katas zu verstehen, muss man sie zurück zu ihrer Originalform bringen, also in die Form, die existierte, bevor sie zu einer sportunterrichtähnlichen Form umgeändert wurde.

Mit anderen Worten, man muss sich die Katas ansehen, die vor fast 100 Jahren gemacht wurden, bevor Karate aus Okinawa "exportiert" wurde. Wenn Sie den Leuten die ursprüngliche Bedeutung und Bewegung einer Kata lehren, können sie dies dann in ihr Training integrieren und zu einem neuen Verständnisniveau gelangen. Durch diesen Prozess des Kombinierens des Alten mit dem Neuen kann etwas Grösseres geschaffen werden, wodurch das moderne Sportkarate eine Bereicherung erfahren kann. Diese Synthese wird durch ein Zurückschauen auf das ältere traditionelle Karate Okinawas erreicht.

Heutzutage dient das Bunkai (also die Anwendung) eines typischen Karatekas meistens einem Showeffekt. Die eigentliche, wahre Absicht einer Bewegung ist nicht vorhanden. Wenn man die ursprünglichen Ideen in die gegenwärtige Ausführungsform einbezieht, werden u.a. „Steigerung des Bewusstseins des Seichusen" und „Verstehen des Embusen" mit ins Spiel kommen, was der neuen Entwicklung zugute kommen kann.

Wenn Leute von Embusen sprechen, denken sie unmittelbar an die Ausführungslinie einer Kata. Embusen ist mehr als nur eine Ausführungslinie. Man glaubt auch, dass eine Kata exakt an dem Punkt in dem Embusen enden muss, an dem sie anfängt. Embusen bedeutet aber viel mehr. Das Embusen in die Bewegung einer Kata in einer sinnvollen Art und Weise zu verflechten, ist in der Tat die Seele einer Kata. Das Bewegen entlang des Embusen ist eine Kunst für sich und das ist es, was wirklich zählt. In diesem Moment stellt man eine technische Frage. Sich entlang des Embusen zu bewegen erfordert eine Menge Geschicklichkeit. Dies ist tatsächlich die wichtigste Qualifikation. Wie die Leute ursprünglich ihren Körper entlang des Embusen bewegten, ist völlig verschieden von der Bewegung, die heute für selbstverständlich angenommen wird.

Noch etwas über das Gleichgewicht: Leute reden viel von der Bedeutung der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts. Aber das Gleichgewicht, worüber die meisten Leute nachdenken, ist grundverschieden von dem Gleichgewicht in der Kampfkunst. Wenn wir über Gleichgewicht sprechen, dann meinen wir den Moment, in dem man sein Gleichgewicht bald verliert. In der Kampfkunst ist das Gleichgewicht praktisch der Beginn des Ungleichgewichts. Wenn wir uns von Punkt A zu Punkt B bewegen wollen und wir stehen im Gleichgewicht mit unserem Körpergewicht 50/50, müssen wir erst mal die Trägheit überwinden, um vorgehen zu können. Wenn wir allerdings eine Stellung einnehmen, bei der der Schwerpunkt etwas von der Mitte verschoben ist, sodass weniger Massenträgheit überwunden werden muss, so können wir uns leichter und einfacher vorwärts bewegen."

Quelle: http://www.karateschule-dresden.de/artikel2.htm





 

 

 

 







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