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Kata des Shima Ha Shorin Ryu Karate
Kihon Kata - 3 Formen zum Einstieg und zur Eingewöhnung des Körpers an Kata...
Kihon Kata Ichi
Kihon Kata Ni
Kihon Kata San
Pinan Kata - Der Weg beginnt
Die Pinan Kata aus denen im Shotokan die Heian Kata abgeleitet wurden, entwickelte Itosu Anko um 1900. Mit diesen Kata begann er als erster Meister, Karate in der (okinawischen) Öffentlichkeit zu lehren. Er unterrichtete zunächst im Sportunterricht okinawischer Schulen. Itosu benutzte diese Kata, welche zum Großteil aus Techniken der höheren Kata bestehen, um Schulkindern die physiologischen Vorteile des Karatetrainings zu Gute kommen zu lassen. Um den Heranwachsenden einen geeigneten Unterricht bieten zu können, entfernte er das gefährliche Potential der Techniken durch bestimmte Änderungen, die er vornahm.
Besonderes Merkmal der Pinan-Kata: Eine Bewegung spiegelt eine Technik wieder, es gibt keine versteckten Techniken. Gichin Funakoshi vertauschte für das Shotokan die Bezeichnung der Kata Pinan Shodan und Nidan, da die Pinan Shodan (=Heian Nidan) komplexer ist als die Pinan Nidan (=Heian Shodan).
Pinan Shodan
Pinan Nidan
Pinan Sandan
Pinan Yondan
Pinan Godan
Die Kata werden individuell - Mittelstufe
Die Kata der mittleren Stufe dienten vielen bekannten Versionen moderner Kata als Grundlage.
Beispiele:
Naifanchi 1-3 = Tekki 1-3
Kushanku = Kanku Dai/ Sho
Passai = Bassai Dai/ Sho
Wanshu = Enpi
Gojushiho = Gokushiho Dai/ Sho
Chinto = Gangaku
...
Um diese Kata im modernen Karate für größere Gruppen leichter erlernbar zu machen, erhielten sie nach 1920 eine Art Begradigung und Systematisierung. So konnten und können diese Formen im Rahmen der Massenverbreitung des Karate gute Dienste leisten. Mit der Systematisierung kam jedoch auch eine Standardisierung der Kata. Dies bedeutete den Verlust von Individualität. Daher kann man für diese modernen Kata nicht mehr ohne weiteres sagen, dass jede ihren eigenen Charakter hat oder einen bestimmten Kampfstil verfolgt. Der ursprünglich sehr persönliche Charakter jeder einzelnen Kata ist in den modernen Kata nur noch andeutungsweise vorhanden.
Auf Okinawa wurden bereits verschiedene Versionen der einzelnen Kata entwickelt, jedoch stand hier immer ein realer Gegner im Mittelpunkt. Selbst die okinawischen Meister haben die Kata also ihrem persönlichen Stil angepaßt. So sind von der Kata Passai etwa 10 verschiedene Versionen vor 1900 entwickelt worden.
rt an das Sitzen auf einem Pferd. Dies bedeutet eine Ausbildung der Fähigkeit, Techniken mit Unterstützung des Oberkörpers ausführen zu können, dabei jedoch den Unterkörper ruhig zu halten. Der Stand sollte eine gewisse Natürlichkeit behalten, da man schließlich aus natürlichen Stellungen im Kampf agieren will. Schafft man es nicht, den Körperbereich ab Beckenhöhe abwärts (insbesondere die Knie) während der Technikausführung zu kontrollieren, dann weiß das »Pferd« nicht, wohin es gehen soll. Diese Analogien zu dem Ritt auf einem Pferd nutzte Gichin Funakoshi, als er die Kata für das Shotokan-Karate umenannte in »Tekki« (eiserner Reiter). Man kann die Naifanchi Shodan als grundlegende Übungskata bezeichnen, da sie wesentliche Aspekte, die dem Karate zugrunde liegen trainiert. Sie lehrt insbesondere das Vermögen, verschiedene Körperbereiche voneinander getrennt bewegen zu können (z.B. linke und rechte Körperpartie sowie Ober- und Unterkörper). Eine Hüftrotation kommt nicht vor, da diese für effektive Techniken nicht nötig ist. Bei genauer Analyse stellt sich heraus, dass Rotationsbewegungen im Hüftbereich die Kraft auch nicht in eine direkte Richtung leiten, sondern eher in eine Kreisbahn. Karate zeichnet sich jedoch durch sehr direkte und geradlinige Techniken aus. Zudem kann der Gegner einen im Hüftbereich verdrehten Körper gegen uns ausnutzen, da dies eine gute Vorraussetzung für Immobilisierung oder Würfe ist. Wichtig ist es, die starke Muskulatur des seitlichen Rumpfes und des Rückens effektiv einsetzen zu können. Wie man auf dem Bild erkennt, kann man sich den Körper im Naifanchi-Dachi wie ein aufgeklapptes Buch vorstellen. Der Einband ist dabei die Linie der Wirbelsäule. Zunächst sollte man sich nach dem Erlernen des Ablaufs der Naifanchi auf eine Trennung von rechter und linker Körperpartie konzentrieren. Man kann so zunächst lernen, die beiden Körperseiten unabhängig voneinander zu bewegen, als würde man jeweils nur eine Hälfte des aufgeklappten Buches bewegen. Weiterhin lehrt die Kata, den Bereich ab Becken abwärts vom Oberkörper zu trennen. Bewegungen des Oberkörpers sollen sich nicht auf den Stand auswirken (=eiserner Reiter). Dies bedeutet, die Arbeit des Oberkörpers verläuft sich im Bereich des Hara. Entsprechend verdrehen sich die Knie nicht. Diese Trennung ist ein Merkmal »interner« Körperarbeit. Nicht umsonst wird die Naifanchi oftmals als »die grundlegende Kata« des Karate bezeichnet.
Die Naifanchi Serie ist berühmt geworden, weil der durch seine Kampfkraft bekannt gewordene okinawische Meister Chokki Motobu (jap. 本部 朝基; 1870-1944; geb. in Akahira, nahe Shuri auf Okinawa, siehe Bild) diese Kataserie favorisiert hat und sagte: "Es langt, die Naifanchi Kata zu beherrschen, dann beherrscht man auch das Karate und kann kämpfen." Motobu bezieht sich dabei vermutlich u.a. auf die oben angedeutete Motorik, die die Naifanchi lehren kann und die in ihren Feinheiten dann auf sämtliche Karatetechniken und Kata angewendet werden kann. Zusammen mit Gichin Funakoshi und Kenwa Mabuni gehörte Motobu um 1922 zu den ersten öffentlich in Japan lehrenden okinawischen Meistern. Die Stellung von Beinen und Hüfte in der Naifanchi sah er als die Grundlage für das Karate an. Er hatte sicherlich auch Kata wie die Passai oder die Kushanku gelernt, hielt sich jedoch letztlich an den »Stil« der Naifanchi Kataserie. Offenbar betrachtete Motobu andere Kata wie
eigenständige Kampfstile, wobei ihm die »Naifanchi« offenbar am besten gefiel. Motobus Bekannheit förderte weiterhin ein Sieg, den er in einem Vergleichskampf nach Art der »Mixed Martial Arts« gegen einen westlichen Profiboxer um 1921 elangen konnte. Motobu war zu der Zeit bereits Mitte 50, während der Boxer im besten Alter für derartige Kämpfe war. Zu der Zeit lehrten die durchaus konträren Persönlichkeiten Motobu und Funakoshi Karate auf der Hauptinsel Japan. Die berichtende Zeitung »Kingu« bildete irrtümlich Gichin Funakoshi im Ring stehend ab. Der Autor des Berichts war vermutlich nicht beim Kampf anwesend. Bericht und Bild wurden offenbar nachträglich, anhand anderer Quellen verfasst. Die abgebildtete Kampfhaltung ähnelt der modernen Version der Kata (Heian Yondan), Motobu hingegen dürfte, wenn überhaupt, eine Haltung ähnlich der älteren Version (Pinan Yondan) eingenommen haben. Letztere Haltung hätte den rechten Ellenbogen z.B. zum besseren Schutz etwas weiter unten.
Naifanchi Shodan
Naifanchi Nidan
Naifanchi Sandan
Wankan
Rohai
Wanshu
Tomari Passai
Itosu no Passai
Kata der oberen Stufe...
Jitte
Gojushiho
Chinto
Kushanku